Öffnungszeiten des Sekretariats (EO 351) 

 


Di    10.15 - 13.15 Uhr


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E-Mail-Adresse des Slavischen Seminars:

 

slavistik@uni-mannheim.de

 

Betriebswirtschaft in Russisch

     Managementqualitäten erwerben und dabei Sprachen lernen

Jeder Student wird früher oder später mit der Wirklichkeit konfrontiert,
spätestens wenn man den ersten Job antritt. Liegt es da nicht nahe, schon
mal in einem Spiel auszuprobieren, was einen nach dem Studium erwartet?
Führungsqualitäten sind gefragt, aber auch die Kenntnisse einer
Fremdsprache sind von großem Vorteil. Das Planspiel "Income-Outcome"
verbindet beides!

Dank der Firma k. w. team und ihrer Mitarbeiterin Caroline Cloos hatte eine Gruppe von
Slavistik- und BWL-Studenten der Universität Mannheim an einem Nachmittag die Möglichkeit
bekommen, realitätsnahe betriebswirtschaftliche und sprachliche Kenntnisse spielerisch zu
erwerben.

Im Vordergrund des Spiels steht der kommunikative Austausch sowohl unter den Führungskräften
des Unternehmens als auch unter den Akteuren am gesamten Markt. Ein wichtiger Aspekt für die
beteiligten Studenten bestand darin, die russische Fachterminologie kennen zu lernen und diese praktisch
anzuwenden, da sie das Spiel in deutscher und in russischer Sprache spielten. Einige Studenten
konnten sogar die Chance wahrnehmen, sich im konsekutiven Dolmetschen zu üben, indem sie
die Einführung in das Spiel ins Russische dolmetschten.

Nach Vorstellung des Unternehmens k. w. team und der Einweisung in das Spiel wurden die Mitspieler
in sechs Gruppen eingeteilt. Der erste Auftrag lautete, eine kreative Idee für ein Produkt
im Hochpreissegment sowie einen Firmennamen und eine Strategie auszuarbeiten.

Sechs fiktive Unternehmen wurden daraufhin gegründet: die Unternehmen "Mirage" sowie
"Waves & more" stellten Luxusjachten her, "Schwalbe" (lastočka) beschäftigte sich mit
Sonderanfertigungen im Bereich Flugzeugbau, "LSZmobile" fertigten individuell gestaltete
Mobiltelefone für die höchsten Ansprüche an, die Firma "Interieur Studio" produzierte
hochwertige Design-Möbelstücke und das Tätigkeitsfeld des Unternehmens "DoReMi" umfasste
die Anfertigung exklusiver Klaviere und Flügel.

Nur wenige Runden waren nötig, um allen Beteiligten den komplizierten Vorgang der Preisfindung,
das Aufstellen einer ordnungsgemäßen Gewinn- und Verlustrechnung und vor allem einer korrekten
Bilanz aufzuzeigen. Dabei stand Caroline Cloos den Studenten jederzeit unterstützend zur Seite.

Das Planspiel Income-Outcome stellt eine Simulation des Marktgeschehens und der Unternehmensaktivitiäten
dar. Während des strategischen Spiels durchlaufen die Teilnehmer den gesamten Prozess von der
Unternehmensgründung, Herstellung eines Produktes, über Vermarktung bis zum Erreichen einer
Marktführerschaft oder im schlimmsten Fall der Zahlungsunfühigkeit und Insolvenz. Denn die
Unternehmen befinden sich selbstverständlich im Wettstreit zueinander: welchen Preis sollte das eigene
Unternehmen bieten, um die Kosten zu decken, den Auftrag jedoch trotzdem zu erhalten? Und was macht eigentlich
die Konkurrenz? Können wir unsere Lieferanten und Gläubiger bezahlen? Das sind die Fragen, die die
Gemüter bewegen!

Bei diesem Strategiespiel bleibt nichts dem Zufall überlassen; die Unternehmensgründer
tragen Verantwortung für das Unternehmen und haben Verpflichtungen gegenüber Kunden,
Lieferanten, Aktionären, Gläubigern und dem Staat.

Das Ziel des Spiels besteht nicht darin, den größtmöglichen Gewinn zu erzielen,
sondern die Abläufe in einem Unternehmen zu verstehen und sich das Know How der
Unternehmensführung, Teamfähigkeit sowie Verhandlungsgeschick anzueignen.
Fehler machen ist somit erwünscht, denn bekanntlich lernt man auf diesem Wege am meisten!

Mehr zum Spiel und k. w. team unter: www.k-w-team.de

Foto vom Spiel

Wir haben einen guten Gesamteindruck für die Vorgänge in einem Unternehmen bekommen
und möchten uns an dieser Stelle herzlich bei der Firma k. w. team und dem Geschäftsführer
Herrn J. Kleine-Wilde dafür sowie für einen interessanten Nachmittag bedanken!

Danke! СПАСИБО! Danke! СПАСИБО! Danke! СПАСИБО!

Foto von 2 Studenten, die das Spiel basteln

Verfasserinnen des Artikels:
Helena Geiger und Helena Schöneck
(Studentinnen des Slavischen Seminars der Universitiät Mannheim)

Fotos von : Irina Kruschinski
(Studentin des Slavischen Seminars)


Von Naseweisen und Updates

Mannheimer publizieren Deutsch-Kroatisches Wörterbuch

"Da drückt sich ein kleiner Naseweis seine Nasenspitze alle naselang an den weihnachtlich glitzernden Schaufenstern platt." Damit auch kroatische Mitbürger in Zukunft einen solchen Ausspruch verstehen, erscheint mit dem Deutsch-Kroatischen Universalwörterbuch jetzt ein nützlicher Helfer. Auf 2076 Seiten haben vier Autoren aus Mannheim und Zagreb 120 000 Stichwörter mit über 500 000 illustrierten Textbeispielen untergebracht. "Bisher gab es nur ein Wörterbuch ähnlichen Umfangs, das ist aber 100 Jahre alt", erklärt Prof. Dr. Renate Hansen-Kokoruš.
Das ehrgeizige Projekt war seit 1991 Teil eines bilateralen Vertrages über die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Regierungen der Republik Kroatien und des Landes Baden-Württemberg. Die Finanzierung durch die Wissenschaftsmini-sterien des Landes Baden-Württemberg und der Republik Kroatien und die Schlossuni ermöglichte die Erarbeitung.
Voraussetzung dafür war eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Mannheimer Slavischen Seminar und dem Institut für Sprache und Sprachwissenschaft in Zagreb sowie Fachvertretern der dortigen Universität.
Wie bereits der Einband verrät, ist das Werk nicht nur wegen seinesUmfangs von universellem Charakter: "Wir haben alle Wörterbücher durchgearbeitet, inklusive Atlanten, um alle Ländernamen der Erde und ihre Hauptstädte zu finden", erinnert sich Hansen-Kokoruš. So wurden neuer Wortschatz der deutschen Gegenwartssprache ebenso aufgenommen wie veraltete Wörter und die wichtigsten Termini aus etwa 130
Fachbereichen. Auch umgangssprachliche Wörter und Wortverbindungen durften nicht fehlen. Ob Update, Pfennigfuchser, Saufgelage oder Warmduscher - jedes Stichwort informiert über Betonung, Trennung, Grammatik und Aussprache im Deutschen. Dahinter steckt ein harter Brocken Arbeit, denn sowohl in Deutschland als auch in Kroatien gab es gerade eine Rechtschreibreform. "Wir haben ständig Artikel hin und her geschickt und viele Übersetzungen entstanden in Kroatien", erzählt Pečur-Medinger und ist froh, dass der Marathon vorbei ist: "Spaß gemacht hat es aber, vor allem die neuen Wörter oder lustige Übersetzungen", lacht sie.

Das Werk ist im kroatischen Verlag Nakladni Zavod Globus erschienen, und dort (www.globus.hr) für 80 Euro zu beziehen und demnächst auch in Deutschland erhältlich.

phe © Mannheimer Morgen – 14.12.2005

 

 

 

 

 

Letzte Änderung: 05.09.2017